• Katja Foerster

Wie du ganz konkret mit Hitzewallungen umgehen kannst

Aktualisiert: Mai 9


Du kennst das? Scheinbar in den unmöglichsten Situationen bricht dir der Schweiß aus? Das ist dir jedes Mal total unangenehm und obwohl du nicht weißt warum, schämst du dich sogar ein wenig dafür?

Wie verrückt eigentlich. Und doch geht es vielen so. Ich möchte dir heute 3 Vorschläge machen, wie du mit deinen Hitzewallungen jenseits von Ernährung, Hormontherapie und Kleidung umgehen kannst.


1. Ansprechen


Ich saß neulich in einem Seminar und die Seminarleiterin sagte zu Beginn, dass wir uns nicht wundern mögen, sie sei in den Wechseljahren und wäre unter Umständen ab und zu sehr rot im Gesicht. Das hätte nichts mit Aufregung zu tun. Dann ging sie zur Tagesordnung über.

Ich schaute mich um und stellte folgendes fest: anwesenden Männer erstarrten in Ehrfurcht vor dem geheimnisvollen Körper der Frauen und nickten mechanisch und gehorsam.

Die anwesenden Frauen solidarisierten sich spontan mit der Seminarleiterin und für sie selbst war es fortan vom Tisch.

Wenn wir mit unserem Wandel ganz natürlich umgehen, wird es auch unser Umfeld so wahrnehmen und wir selbst können uns entspannen.

2. Hinfühlen


klar, so eine Welle kommt nicht immer unbedingt, wenn wir gerade ganz für uns alleine sind aber diese Momente sollten wir ganz intensiv nutzen, um uns mit den Prozessen in unserem Körper und in unserer Seele anzufreunden. Also: spüre einmal ganz genau hin. Was fühlst du alles? Vielleicht eine kleine Gänsehaut? Poren, die sich öffnen? Hitze und später Abkühlung durchs Schwitzen. Anspannung und Entspannung der Haut? Ein Kribbeln? Was passiert genau, wenn du versuchst diese körperlichen Empfindungen ganz bewusst von deinen Bewertungen zu entkoppeln? Einmal nur wahrnimmst. Beobachtest, wie perfekt dein Körper funktioniert, wie er sich umstellt auf eine neue Lebensphase. Diese Übung empfehle ich dir so oft es irgend geht und du Raum und Zeit dafür hast. Du ahnst schon, warum? Genau. Es geht ums Annehmen. Den Druck rausnehmen.

Stell dir vor, du könntest deinen Hitzewallungen so entspannt begegnen, wie die Eingangs erwähnte Seminarleiterin.

Der größte Unbehagen entsteht tatsächlich nicht durch den Vorgang an sich sondern durch unsere Bewertung.



3. Auf Entdeckungsreise gehen


Nicht alle Frauen haben während ihrer Wechseljahre Hitzewallungen - unsere Körper sind so unterschiedlich wir wir.

Aber nicht nur das unterscheidet uns. Jede Frau geht mit sich und ihren Bedürfnissen anders um. So hat man herausgefunden, dass Frauen, die sich mit den Bedürfnissen ihrer Seele und ihres Körpers achtsam auseinandersetzen, die Zeit des Wandels anders und positiver wahrnehmen. Also lade ich dich ein, auf Entdeckungsreise zu gehen. Schaue einmal genau hin:


  • wann die Hitzewallungen genau auftreten - vielleicht gibt es hier einen Hinweis auf deinen Rythmus.

  • In welchen Situationen sie gehäuft auftreten - sind es vermehrt entspannte Situationen oder eher Situationen, in denen du sowieso gestresst bist?

  • Nur mal angenommen, deine Hitzewallungen hätten (neben der körperlichen Entgiftung) noch eine andere positive Seite: Wozu könnten sie gut sein? Wovor bewahren sie dich? Wovor schützt du dich? (die Frage dahinter könnte lauten: Wenn ich die Hitzewallungen nicht hätte, dann würde ich .....)


Die Wechseljahre bieten uns eine große Chance.

Sie zeigen uns, wo wir hinschauen dürfen, was wir in unserem Leben vernachlässigt haben, was nicht mehr tragbar ist, was an alten Verletzungen zu heilen ist, welche Wege nicht mehr gangbar sind und welche Türen wir schließen sollten. Und das nicht, weil wir auf einmal launisch oder stimmungslabil sind, NEIN! Weil wir mithilfe unserer körperlichen Symptome einfach einfach nicht mehr wegsehen und -fühlen sollen und


können!

Und sie ermutigen uns, den Dingen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, die uns nähren, uns bereichern, uns immer mehr zu uns selbst bringen. Das können


Menschen, Berufe oder neue und alte Talente sein.


Wenn wir mutig sind und uns diesen Herausforderung stellen, hinschauen, hinfühlen, hindurchgehen durch die Themen, die gesehen und gefühlt werden wollen, dann wartet eine fette Belohnung auf uns.

Zum einen muss uns unser Körper nicht mehr so penetrant auf die Dinge hinweisen und kann sich ganz ruhig den vollkommen natürlichen Prozessen widmen und zum anderen starten wir frei und mit mehr Energie in die nächste Phase unseres Lebens, in der wir mit unserem ganzen FrauSein und unserer gelebten Erfahrung dringend gebraucht werden.




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Katja Foerster 

Gesprächs- und Entspannungtherapeutin, Coach, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Dorfstraße 47

23863 Nienwohld

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