• Katja Foerster

Stress und Wechseljahre - eine explosive Mischung!

Als ich klein war machte meine Mutter Mobilés selber. Kennt Ihr die noch?

Damals hatte ein Mobilé nichts mit Autos, Erreichbarkeit oder Daten zu tun zu tun.

Bei meiner Mutter waren das ganz hellorange- und roséfarbene zarte Fische aus Tüll, die sie selbst herstellte und dann nach einem bestimmten Schema mit dünnen Fäden an Holzstäben befestigte.

Jeder in unserem Verwandten- oder Bekanntenkreis hatte so ein Mobilé. Sie wurden zu jeder Geburt verschenkt und selbstverständlich hatte auch ich eines über meinem Bettchen hängen.

Ich erinnere mich noch, dass die Fertigstellung eine ziemliche Fummelarbeit war, da es natürlich darum ging, dass alles in perfekter Balance war.

Und wenn es dann fertig war und aufgehängt, dann konnte ich ein Fischchen antippen und alles kam in Bewegung und schwang so lange, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt war. Dafür schwangen einige Fische ein bisschen weiter unten, einige mehr links und einige mehr rechts. Und wenn ich es stark genug anstupste schwang selbst der große Stab.

Systemik, Ausgleich, Balance. Diesen kosmischen Gesetzen des Ausgleichs sind all unsere Systeme unterworfen, meinten schon vor tausenden von Jahren weise Menschen. Wir sehen sie in der Natur mit ihren Ökosystemen und natürlich in unserem Körper. Einiges ist uns da ganz geläufig. Eine Schonhaltung zum Beispiel oder der verlangsamte Stoffwechsel bei einigen Diäten. Wir wissen auch, dass die fehlende Sehstärke eines Auges von dem anderen Auge ausgeglichen wird.

In den Wechseljahren entsteht durch das Abnehmen der körperlichen Fruchtbarkeit vorübergehend ein hormonelles Ungleichgewicht, da die Botenstoffe, die für die Fortpflanzung benötigt wurden nun nicht mehr in der Menge und in dem Verhältnis zur Verfügung stehen müssen.

Und natürlich ist unser weiblicher Körper nicht fehl- entwickelt.

Unsere Nebennieren zum Beispiel übernehmen einen Teil der Hormonproduktion, wenn unsere Eierstöcke in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei unseren Eierstöcken für die langjährige Mitarbeit und senden ihnen Licht und Liebe!

Unsere Nebennieren haben aber noch eine andere Aufgabe. Sie sind als Leiter des Katastrophenschutzes und Krisenmanager zuständig für Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, die bei kurz- oder langfristigem Stress die lebens- und überlebensnotwendigen Botschaften an unser gesamtes System übermitteln.

Jetzt ist es so ein bisschen wie bei Grey's Anatomy: Wenn ein Notfall reinkommt, muss der erst einmal versorgt werden. Und wenn über einen langen Zeitraum sehr viel zu tun ist, dann bleibt vieles auf der Strecke, was nicht lebensnotwendig ist.

Wenn alle über eine lange Zeit bis an ihre Belastungsgrenzen arbeiten, dann führt es zu langen Krankenständen, Burnout und Kündigungen.

Genau das passiert, wenn wir Stress haben. Unsere Nebennieren setzen Prioritäten, damit der Organismus am Leben erhalten wird. (Unsere Nebennieren machen nämlich keinen Unterschied zwischen wilden Tieren und Deadlines oder Beziehungsstress.) Wenn wir dauerhaft unter Druck stehen, hat das also auch Auswirkungen auf unseren weiblichen Hormonspiegel, dessen Balance in Stresssituationen auf der Prioritätenliste ganz hinten steht.

Je weniger Progesteron (unser Chillhormon) wir zur Verfügung haben, desto gestresster fühlen wir uns und unsere Nebennieren müssen noch mehr Energie in das Krisenmanagement stecken.

Auch die tapferste Nebenniere hat nur begrenzte Kapazitäten und so kann es nach langanhaltendem Einsatz an vorderster Front dazu kommen, dass sie schlichtweg nicht mehr kann, sich langfristig krankschreiben lässt oder die Kündigung einreicht. Das bedeutet, dass die Notaufnahme nicht mehr besetzt ist und unsere Stressregulation damit auch nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Der Burnout Punkt.


Aber selbst wenn es nicht soweit kommt, kommen zusätzlich zu den bekannten Stresssymptomen jetzt noch Wechseljahressymptome wie beispielsweise Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, Depressionen und Ängste und und und ...dazu.



Was also tun?


Finden wir erst einmal heraus, was dich stresst. Das klingt einfacher als es ist. Vordergründig haben viele ihre Erklärungsmodelle parat. Der Job stresst mich, meine Chefin stresst mich, mein Partner bringt mich zur Weißglut und und und ... Ja, das glaube ich, aber ... was genau?


Liegt es daran,

dass du vielleicht nicht NEIN sagen magst, oft über deine Grenzen gehst, Angst hast, deine Meinung zu sagen, weil du die Konsequenzen fürchtest?

Dass du das Gefühl hast, niemand braucht dich mehr - deine Kinder und dein Partner gehen eigene Wege und dir loslassen so schwer fällt?

Dass es deinen Eltern gesundheitlich nicht gut geht und du sie vielleicht pflegst oder um ihr Wohlergehen fürchtest?

Dass du deine Wünsche und Sehnsüchte ignorierst weil du denkst, dass man dich für egoistisch halten könnte?

Dass sich deine Vorstellung von deinem Leben im Laufe der Zeit geändert hat und dir noch gar nicht bewusst ist, was du eigentlich vom Leben möchtest in den kommenden 30 Jahren?

Das ist gar nicht ungewöhnlich.

Lass' uns also damit weitermachen zu schauen, wo die Reise hingehen soll.


Wie sehen sie denn aus, deine Wünsche, deine Sehnsüchte, deine Werte, dein NEUER Plan vom Leben?

Machen wir eine Bestandsaufnahme. Was ist gut, was stärkt dich, was soll und darf und muss bleiben?

Welche Qualitäten möchtest du mitnehmen.

Wovon möchtest du dich verabschieden? Was willst und kannst du loslassen?

Wie und wo möchtest du dein Leben gestalten?

Welche vergessenen und verborgenen Talente möchtest du wieder beleben und in dein Leben integrieren und wie kannst du deine reiche Lebenserfahrung dafür nutzen?


Und was hindert dich noch daran?


So könnte der Anfang einer neuen Beziehung zu dir aussehen. So könnte es aussehen, wenn du dich immer besser kennen lernst und deinen Seelen- und Lebensplan mit deiner Realität in Einklang bringst, deine Balance findest.


Nichts ist so kraftvoll und erfolgreich wie eine Frau, die ihr gesamtes Potenzial mit ihrem ganzen Sein lebt!


Alles Liebe


Deine Katja


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Katja Foerster 

Gesprächs- und Entspannungtherapeutin, Coach, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Dorfstraße 47

23863 Nienwohld

0176 47786580 

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