Wechseljahre sind spannend

könnte man sagen. Die "Zündschnur" ist kurz - wir sind schnell dran, an den unliebsamen aber auch den angenehmen Gefühlen. Es gibt so viele Herausforderungen, die uns in dieser Zeit begegnen und mit denen wir umgehen müssen. Findest Du Dich in einem der folgenden Beispiele wieder?  Oder ist es bei Dir ein bunter Strauß und aus allem ein bisschen?e

Jahrelang

hast Du Dich um deine Familie gekümmert, warst immer für alle da, hast die Bedürfnisse der anderen schon erahnt, bevor sie es selbst wussten? Dabei hast Du Deine eigenen Wünsche gern zurückgestellt. Nun merkst Du langsam oder plötzlich, dass Deine Familie Dich nicht mehr in dem gewohnten Maße braucht - ja vielleicht Deine Hilfe sogar zurückweist? Alle scheinen mittlerweile ihre eigenen Wege zu gehen, nur Du fühlst Dich orientierungslos und auch ein bisschen allein gelassen? Vielleicht hängt sogar der Haussegen schief, weil Du so wahnsinnig gereizt bist und bei jeder Kleinigkeit auszurasten scheinst? Du möchtest am liebsten irgendwo hin, wo Du nur noch deine Ruhe hast. Und irgendwie passt das alles gar nicht zusammen, wenn Du darüber nachdenkst. 

Du ahnst, dass jetzt die Zeit gekommen ist, in der Du Dich um Dich selbst kümmern darfst, aber Du weißt gar nicht, wie? Weil du nicht mehr richtig weißt, was Dir Freude macht oder weil Du es zwar weißt, Dich aber nicht traust?

In Deiner Partnerschaft

kracht es gerade richtig. Immer wieder überlegst Du, was sich verändert hat und kommst zu keinem Schluss. Eigentlich ist alles wie immer, aber Du reagierst so gereizt auf Kleinigkeiten und kannst Dir das nicht erklären. Manchmal bist Du richtig aggressiv und machst Dir große Sorgen, dass eure Beziehung diese Belastungsprobe nicht mehr lange aushält. Immer öfter reagiert auch Dein Partner zunehmend gereizt, was dann zu handfesten Streits führt, die euch beide zusehends erschöpfen und verunsichern. Dabei würdest Du sagen, dass Du mit niemand anderem zusammen sein möchtest und vielleicht sogar sagst, dass Du Deinen Partner noch liebst. Das alles ist sehr verwirrend und vor allem anstrengend und zermürbend.

Du spürst

schon eine Weile, dass sich Dein Job nicht mehr stimmig anfühlt. Immer öfter kommst Du in Situationen, in denen Dir alle - vor allem Deine Vorgesetzten - gehörig auf die Nerven gehen. Du lässt Dir schließlich mit Deiner Erfahrung nichts mehr vormachen und schönreden. Außerdem merkst Du vielleicht, dass Du nicht mehr so belastbar bist wie früher, dass Dir das immer schneller werdende Tempo im Beruf zusetzt und Du trotz Deiner Erfahrung ab und zu ins Schwimmen kommst. Auf der anderen Seite hast Du große Angst, deinen Arbeitsplatz zu verlassen, da er Dir  Sicherheit bietet. Und trotzdem hast Du das Gefühl, dass es da noch etwas anderes für Dich geben müsste. Vielleicht etwas, von dem Du schon seit längerem träumst. oder Du möchtest ein Talent, eine Neigung, eine Leidenschaft umsetzen, die du im Laufe deines Lebens für Dich entdeckt hast. Nur wie ist das alles miteinander vereinbar?

Single

bist Du nun schon seit einiger Zeit. Anfangs hast Du es vielleicht noch genossen, dann aber bald das Gefühl gehabt, dass Dir etwas fehlt. Du fühlst dich oft einsam – vor allem an den Wochenenden oder im Urlaub.  Die Bemühungen, die Du bis dato in Richtung Partnersuche unternommen hast waren eher ernüchternd. Du hast dazu schon einige Überlegungen angestellt wie zum Beispiel, ob Du attraktiv genug bist,  ob Deine Ansprüche zu hoch sind, ob Du überhaupt noch bereit bist Kompromisse einzugehen oder denkst gar, ob Du nicht froh sein solltest, überhaupt noch einen Partner zu finden. Gleichzeitig ahnst Du tief in Dir, dass der Schlüssel vielleicht sein könnte, erst einmal Wege zu finden, wirklich gern mit Dir allein zu sein.

Für Dich als Alleinerziehende

ist es doppelt schwer, dass Deine Kinder ausgezogen sind, da die Leere  einfach noch spürbarer ist. Auch wenn sich gleichzeitig eine neue Freiheit ankündigt.  Aber das Familienheim  jetzt zu groß für Dich alleine und Du suchst nach neuen Lebensmöglichkeiten. Das ist gar nicht so einfach. Wo und wie möchtest du leben? Auf dem Land oder in der Stadt? In Gemeinschaft oder lieber alleine? In der Nähe deiner Kinder? Würdest du deinen Beruf wechseln, um an Deinem Traumwohnort zu leben? Kennst du Deinen Traumwohnort überhaupt? Welchen Stellenwert hat „Wohnen“ in Deinem Leben. Möchtest Du erst einmal eine Übergangslösung oder gleich etwas „für die Ewigkeit“ finden? Da gibt es so viel zu bedenken und zu erfühlen, dass Du gar nicht weiter weißt.

Deine Kinderlosigkeit

war lange Zeit kein Thema. Vielleicht hattest Du längst Frieden damit geschlossen oder Dich bewusst dafür entschieden. Aber seit einiger Zeit treibt Dich das Thema immer wieder um. Jetzt, wo Du weißt, dass Deine physische Fruchtbarkeit vergeht. Plötzlich kommt Unsicherheit auf, vielleicht Traurigkeit oder Angst im Alter allein zu sein. Die Ungewissheit, sich dann auf Freude verlassen zu können. Überhaupt fühlst Du dich in letzter Zeit verletzlich, dein Leben endlich und die Leichtigkeit, die Du sonst immer hattest ist einer unbekannten Schwere gewichen.

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Katja Foerster 

Gesprächs- und Entspannungtherapeutin, Coach, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Dorfstraße 47

23863 Nienwohld

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